Samstag, 26. September 2009

KfW: Ab Oktober neue Förderstandards

Zum 1. Oktober steht eine Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) an.
Mit der Novellierung der Verordnung steigen die Anforderungen an die energetische Sanierung um circa 30 %. Da die Energiesparverordnung die rechtliche Grundlage für die KfW-Förderprogramme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren ist, ergeben sich ab Oktober bei diesen KfW-Programmen einige Änderungen.


Die Struktur der Förderung und die Programme selbst bleiben zum 1. Oktober im Wesentlichen unverändert. Die technischen Anforderungen für Kredite und Zuschüsse werden im Vergleich zu den heutigen Förderstufen nur teilweise moderat verschärft.

Einheitlicher Förderstandard für Neubau und Sanierung ist weiterhin das "KfW-Effizienzhaus". Die KfW überträgt die bekannten, an der EnEV 2007 ausgerichteten, Förderstufen KfW-Effizienzhaus 100, KfW-Effizienzhaus 70 und KfW-Effizienzhaus 55 in neue entsprechende Standards auf Basis der EnEV 2009. Dabei bleiben die energetischen Anforderungen weitgehend gleich:
Ein KfW-Effizienzhaus 70 darf zum Beispiel höchstens 70 Prozent des Energiebedarfs eines nach den Vorgaben der EnEV errichteten entsprechenden Neubaus benötigen. Neu hinzukommen im Oktober aber zusätzliche Förderstufen.


Die derzeitigen energetischen Förderniveaus werden auch nach dem 1. Oktober zu den heutigen Sätzen gefördert. Ein Beispiel: Das KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2007) wird nun zum KfW-Effizienzhaus 100 (EnEV 2009) und weiterhin in der Kreditvariante mit einem Tilgungszuschuss von 12,5 % oder alternativ mit einem Zuschuss von 17,5 % gefördert.

Insgesamt werden zukünftig sechs KfW-Effizienzhausstandards gefördert.
Die einzelnen Förderstufen des KfW-Effizienzhauses unterscheiden sich dabei durch unterschiedliche energetische Mindestanforderungen. Als Basis für den Vergleich dient das Neubau-Niveau eines entsprechenden Wohngebäudes nach EnEV.Anträge zu den neuen Förderstufen können ab 1. Oktober nach den neuen Programmbedingungen gestellt werden. Bis zum Ende des Jahres können noch Anträge nach den Programmbestimmungen auf Basis EnEV2007 gestellt werden. Die entsprechenden Formulare behalten so lange ihre Gültigkeit und können parallel verwendet werden. Ausführliche Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie im Internetangebot der KfW:
  • Neue Förderstandards für Energieeffizientes Bauen und Sanieren ab 01.10.2009
  • Auswirkungen der EnEV2009
  • Donnerstag, 27. August 2009

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    Donnerstag, 20. August 2009

    Schufa Daten oft falsch

    46 % Fehlerquote bei der Schufa

    Berlin: Verbraucherministerin Ilse Aigner gab eine Studie in Auftrag, um zu überprüfen, wie die großen Wirtschaftsauskunfteien, Schufa, Creditreform, Bürgel und Arvato Ihre Daten pflegen.

    Das Ergebnis ist selbst für die Ministerin erschütternd. Einträge, etwa bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa, basierten in 46 Prozent aller Fälle auf fehlerhaften Daten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hält das für einen Skandal und ruft zu eifrigem Widerspruch auf.

    Für uns ist diese Studie keine große Überraschung. Sie deckt sich mit unserer täglichen Arbeit und den Erfahrungen daraus. Viele Kunden sind äußerst überrascht, von den Ergebnissen Ihrer eigenen Schufa-Auskunft. Da stehen Kredite oder Mobilfunkverträge, obwohl nie ein solcher beantragt wurde. Bis hin zu Namensverwechslungen, die schlimme Folgen haben können.

    Da sich viele Banken bei der Kreditvergabe, auf solche Daten verlassen, kann man sich ausrechnen, was das für Auswirkungen haben kann. Das muss man sich einmal vorstellen, da wird ein Scoringsystem zur Bonitätsbewertung verwendet, dass in 46 % aller Fälle, falsche Daten liefert und niemand stört es. Würden Sie bei Ihrer täglichen Arbeit, 46 % Ausschuss produzieren, wären Sie mit Sicherheit Ihren Job los.

    Der Schufa-Vorstandsvorsitzende Rainer Neumann sieht hingegen die Verantwortung für die Korrektheit der eigenen Daten bei den Verbrauchern selbst. Jeder Verbraucher solle selbst vor Beantragung eines Darlehens seine Daten bei der Schufa überprüfen. Und das, obwohl kein Verbraucher darum gebeten hat, dass seine Daten überhaupt gespeichert werden. Klar, die Schufa verdient ja mit jeder Eigenabfrage.

    Wollen wir hoffen, dass die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes, die am 01.04.2010 in Kraft tritt, diesem Irrsinn ein Ende bereitet, denn dann ist zumindest einmal pro Jahr die Einholung einer Eigenauskunft kostenlos.

    Mittwoch, 8. Juli 2009

    Baufinanzierung - Zinsentwicklung


    Noch vor gut einem Jahr hatten wir eine inverse Zinskurve bei den Baugeldzinsen.
    Das bedeutet, dass Darlehen mit kurzen Laufzeiten genauso viel kosten, oder sogar teurer sind, als Darlehen mit längeren Laufzeiten. Diese relativ seltene Situation, die oft vor einer Rezession zu beobachten ist, hat sich mittlerweile komplett geändert.
    Heute ist die Zinskurve deutlich steiler geworden.
    Heute muß man für ein Immobiliendarlehen mit fünfjähriger Zinsbindung beim Topzins 3,28 % zahlen. Bei einer zehnjährigen Zinsfestschreibung sind es schon 4,01 %. Das sind mehr als 0,7 Prozentpunkte Unterschied.
    Der Zinsunterschied von einem zehnjährigen zu einem fünfzehnjährigen Baukredit liegt hingegen nur noch bei 0,39 %. Noch geringer wird der Unterschied von fünfzehn- zu zwanzigjähriger Zinsbindung. Hier liegt er gerade einmal bei 0,28 %. Und von zwanzig Jahren zu fünfundzwanzig Jahren Zinsbindung, sind er gerade noch 0,05 % Unterschied.


    Der Chart zeigt eindeutig, dass die Zinsschere wieder weiter auseinandergegangen ist.
    Und glaubt man den Lehrbüchern, erwartet man bei einer steilen Zinskurve, steigende Zinsen.

    Es empfiehlt sich also nicht, als zukünftiger Baufinanzierungskunde, auf fallende Zinsen zu spekulieren, sondern lieber rechtzeitig seine Baufinanzierung in trockene Tücher zu bringen.

    Dienstag, 30. Juni 2009

    Baufinanzierung - Vorsicht Fallen

    Baufinanzierung ist eine Wissenschaft für sich, die nicht jeder Immobilienbesitzer wirklich versteht. Das nutzen einige Banker und Vermittler aus und schwatzen ihren Kunden hoch riskante Verträge auf.
    Handelsblatt.com analysiert, welche Kreditvarianten für Kunden gefährlich werden können.
    http://www.handelsblatt.com

    Das Handelsblatt klärt vor allem über die Tücken von Fremdwährungsdarlehen auf.

    Freitag, 12. Juni 2009

    Baufinanzierung ohne Eigenkapital

    Bis vor kurzem waren Baufinanzierungen bis zu 130 % des Beleihungswertes bei einigen Banken gern gesehen. Im Zuge der Finanzkrise hat sich dies jedoch schlagartig geändert. Wer heute auf der Suche nach einer Vollfinanzierung ist, hat es schwer einen passenden Bankpartner dafür zu finden.

    Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital online zu erhalten, ist noch schwieriger. Die einschlägigen verdächtigen Banken, die das früher gerne gemacht haben, sind entweder ganz vom Markt verschwunden, oder haben Ihre Kreditvergabekriterien sehr stark angezogen. Noch vor kurzem haben sie damit geworben, sogar Küchen, Altkredite usw. mitfinanzieren zu können.
    Damit waren Finanzierungen bis 130 % möglich.

    Nichts davon ist geblieben. Es gibt aktuell keine Bank, die eine solche Baufinanzierung noch anbietet. Zwar sind Vollfinanzierungen noch möglich, aber sie sind sehr teuer geworden, da die Banken sich dieses Risiko fürstlich belohnen lassen.
    Lag früher der Zinsunterschied zwischen 80 und 100 % Beleihung bei ca. 0,5 %, liegt er heute bei 1 % und mehr.

    Was aber tun, wenn man, durch welche Umstände auch immer, nicht die Möglichkeit hatte, Eigenkapital anzusparen?

    Nun man wendet sich an einen seriösen und versierten Baufinanzierungsmakler, wie z.B. die Firma Baufinanzierung@BeMu. Die Spezialisten dort haben die Möglichkeit unter ca. 100 Banken einen passenden Bankpartner zu finden. Dies nur am Rande bemerkt.

    Über einen kleinen Umweg kann man dort sogar die Nebenkosten mitfinanzieren.
    Ein sogenanntes Nachrangdarlehen macht es möglich. Das ist zwar nicht ganz billig, aber machbar.

    Zumal es sich bei dem Nachrangdarlehen nur um einen kleine Teil des Gesamtdarlehens handelt und daurch die Hauptfinanzierung erheblich günstiger wird.

    Mittwoch, 29. April 2009

    Baufinanzierung - immer mehr Banken geben Geschaeft auf

    Immer mehr Banken ziehen sich aus dem Geschäft mit privaten Baufinanzierungen in Deutschland zurück.

    Nachdem in der letzten Zeit, neben der AHBR der GMAC der PONTEQ der ABN AMRO und der WestImmo, einige Big Player die Segel gestrichen haben, verläßt nun auch die SEB AG das Plattformgeschäft für Immobilienfinanzierungen.

    Aber auch die Vergabekriterien für Baufinanzierungen wurden von den verbliebenen Banken drastisch verschärft. So sind z.B. kaum noch Immobilienfinanzierungen über 100 % Beleihungsauslauf machbar.
    Die Hanseatic Bank hat heute erklärt, dass sie ihr Produkt "Baufi Special" zum 30.04.09 einstellen wird. Dieses Produkt richtete sich an Anschlussfinanzierer mit negativer Kredithistorie.

    Es gibt aber auch gute Neuigkeiten: Viele regionale Banken und Sparkassen drängen nun in den online Baufinanzierungsmarkt, mit zum Teil hervorragenden Konditionen. Einen guten Artikel hierzu finden Sie auf Zeit online. Sparkassen erobern online Baufinanzierungsmarkt .

    Künftig wird es für die Kunden wohl so aussehen. Kunden mit guter Bonität und rel. viel Eigenkapital erhalten auch weiterhin Top-Konditionen, wohingegen Kunden mit schlechterer Bonität und wenig Eigenkapital sich auf höhere Zinsen für Baugeld einstellen müssen.